Enter the Ghosts of Europe

Enter the Ghosts of Europe

Enter the Ghosts of Europe

  • Heimsuchungen Europas im Theater der Gegenwart
  • Elisabeth Tropper

    Softcover, 15 x 21 cm, 390 Seiten
    Erscheinungsdatum: 31.03.2021
    978-3-95808-330-1
    29,00 € *

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    Dieser Artikel erscheint am 31. März 2021

    • 9783958083301
  • Auch als E-Book erhältlich.

  • Niemand will ihrer ansichtig werden – und doch sind sie da, abwesend-anwesend in den Brüchen und... mehr

    Zu einem politischen, ethischen und ästhetischen Phänomen

    Niemand will ihrer ansichtig werden – und doch sind sie da, abwesend-anwesend in den Brüchen und blinden Flecken der hegemonialen Ordnung, in ihren Auslassungen und (Gedächtnis-)Lücken: die vielgestaltigen Gespenster Europas. Als heimsuchende Wiedergänger*innen unterminieren sie die vermeintlich intakte Identität der Konstruktion ‚Europa‘, die Kohärenz ihrer (normativen) Selbstbeschreibungen und die Stabilität ihrer historischen und geopolitischen Koordinaten.

    In einer interdisziplinären Perspektive, die sich der Lektüre von Judith Butler, Julia Kristeva, Giorgio Agamben, Jacques Derrida, Esther Peeren und Achille Mbembe verdankt, wird der Begriff ‚Heimsuchung‘ aus seiner alltagssprachlichen Bedeutungssphäre gelöst und sein subversives und kreatives Potenzial ausgelotet. So vermögen Phänomene der Heimsuchung zur Dekonstruktion hegemonialer Strukturen beizutragen, indem sie dasjenige sichtbar machen, was zum Zwecke der Einsetzung und Aufrechterhaltung dieser Ordnung aus ihr verworfen wurde und zugleich gespenstisch in ihr präsent bleibt. Es handelt sich bei Heimsuchung in diesem Sinne um eine grenzüberschreitende Suchbewegung, die auf Prozesse der Abjektion und der Exklusion, auf symbolische wie manifeste Gewalt, auf Unterdrückung, Verlust und Trauma verweist – aber auch auf deren potenzielle Überwindung.

    Als ein grundlegender Beitrag zur Theoriebildung widmet sich dieses Buch der Frage, wie Phänomene der Heim­suchung theaterästhetisch und dramatisch ausagiert werden und auf welche Weise das Theater – als ein Ort des gezielten Erscheinen-Lassens – die auf unterschiedlichen Ebenen aus dem gegenwärtigen Europa Ausgeschlossenen in die Gegenwart der Aufführung einlässt und dabei nicht zuletzt die Spuren einer traumatischen globalen Verflechtungsgeschichte freilegt. Im Fokus stehen hierbei Theaterarbeiten von Elfriede Jelinek und Nicolas Stemann, Marco Martinelli, Christian Lollike, kainkollektiv und OTHNI sowie Ho Tzu Nyen.

    „Lernen, mit den Gespenstern zu leben“ „Lernen, mit den Gespenstern zu leben“ Das Gespenstische als Figur, Metapher und Wahrnehmungsdispositiv in Theorie und Ästhetik
    Ein Gespenst geht um – etwas kehrt wieder, tritt in Erscheinung, obgleich es bereits für tot erklärt wurde, sucht Körper, Orte und Objekte heim, obwohl ihm kein Platz in der Gegenwart der Lebenden eingeräumt wird. Neuzeit und Moderne...
    378 Seiten, Softcover – 28,00 € *
    Gespenster Gespenster Nebulosa. Figuren des Sozialen, 03
    Gespenster – Akteure an der Schwelle von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit geistern in der dritten Ausgabe von Nebulosa umher; und ebenso ihre Bezeugenden, die erstere als Diskursfigur in Besitz nehmen, funktionalisieren, als...
    174 Seiten, Softcover – 14,00 € *