Veranstaltungen

 

 

Neofelis auf der Frankfurter Buchmesse

Wir sind Teil der Frankfurter Buchmesse vom 7.–11. Oktober 2026 und freuen uns über Besuch an unserem Stand B66 in Halle 3.0, den wir uns mit dem Parodos Verlag, dem Gans Verlag und dem Ariella Verlag teilen! Zudem laden wir zu mehreren Veranstaltungen ein:

/ Do, 08.10.2026, 17–18 Uhr: Wir tanzen aus der Reihe – Gruppenevent der Kurt Wolff Stiftung an den Ständen der unabhängigen Verlage | u.a. an unserem Stand: Frankfurter Buchmesse, Halle 3.0, B66

/ Fr, 09.10.2026, 16.15–17 Uhr: Barbora Schnelle (Hrsg.) und Matthias Naumann stellen die Anthologie tschechischer Theatertexte Am Wannenrand vor | Stand des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, Frankfurter Buchmesse, Halle 3.1, C74

/ Fr, 09.10.2026, 19.10 Uhr: Matthias Naumann (Hrsg.) mit der Anthologie israelischer Theatertexte Kinder des Schattens | Ausstellungsraum Eulengasse, Seckbacher Landstr. 16, 60389 Frankfurt am Main

/ Sa, 10.10.2026, 10.30 Uhr: Tom Uhlig mit Antisemitismuskritik im Handgemenge | Leseinsel der unabhängigen Verlage, Frankfurter Buchmesse, Halle 3.0, C69 | Streaming via YouTube möglich

/ Sa, 10.10.2026, 20 Uhr: Barbora Schnelle (Hrsg.) und die Autor*innen Tomáš Dianiška, Hana D. Lehečková und Tomáš Ráliš mit der Anthologie tschechischer Theatertexte Am Wannenrand | szenische Lesungen aus verschiedenen Stücken mit Naomi Abukha, Henning Bochert, Thea Rasche und Alexander Weinstein, Regie: Eberhard Köhler, Ausstattung: Danila Korogodsky | Internationales Theater, Hanauer Landstr. 5–7 (Zoo-Passage), 60314 Frankfurt am Main

/ So, 11.10.2026, 13.15–14 Uhr: Präsentation der Theatertext-Anthologie Am Wannenrand mit Barbora Schnelle (Hrsg.), Matthias Naumann (Neofelis Verlag), Jürgen Popig (Co-Leiter des Heidelberger Stückemarkts) und den tschechischen Autor*innen Hana D. Lehečková, Tomáš Dianiška und Tomáš Ráliš; Diskussion und Lesungen mit Schauspieler*innen des Theaters & Orchesters Heidelberg | Tschechischer Stand, Frankfurter Buchmesse, Halle 3.1, C65

 

 

Israelis in Berlin nach dem 7. Oktober

Viele von den zahlreichen in Berlin wohnenden Israelis haben ihr Leben dort lange Zeit als von Freiheit geprägt empfunden und Berlin als einen Ort wahrgenommen, an dem sie ungebunden sein können von den Anspannungen ihres Heimatlandes. Doch mit den Massakern der Hamas am 7. Oktober hat sich in Anbetracht zunehmender antisemitischer Übergriffe auch ihre Lebensrealität gewandelt. Andrea von Treuenfeld hat für ihr Buch Israelis in Berlin nach dem 7. Oktober mit 18 seit vielen Jahren in der Stadt lebenden Israelis Gespräche geführt und diese in biografische Erzählungen gefasst, die einen Einblick in eine vielfältige Community geben. In mehreren Veranstaltungen stellt die Autorin das Buch und ihre Beobachtungen vor.

/ Di, 06.10.2026, 19 Uhr: Rudolf-Alexander-Schröder-Haus, Wilhelm-Schwinn-Platz 3, 97070 Würzburg | veranstaltet vom Rudolf-Alexander-Schröder-Haus und der Evangelischen Stadtakademie

/ Mi, 07.10.2026, 19 Uhr: Ehemalige Synagoge Hainsfarth, Jurastr. 10, 86744 Hainsfarth | veranstaltet vom Evangelischen Bildungswerk Donau-Ries, Freundeskreis der Synagoge Hainsfarth e.V.

/ Do, 08.10.2026, 19 Uhr: Evangelisches Bildungswerk e.V./EBW, Am Ölberg 2, 93047 Regensburg | veranstaltet vom Evangelischen Bildungswerk e.V./EBW

/ Mo, 12.10.2026, 19 Uhr: BildungEvangelisch, Villa an der Schwabach, Hindenburgstr. 56a, 91054 Erlangen | veranstaltet von BildungEvangelisch, VHS Erlangen | bitte anmelden unter bildung.evangelisch-er@elkb.de | Eintritt: 8 €, erm. 5 €

/ Di, 13.10.2026, 19 Uhr: Evangelische Stadtakademie Nürnberg, Burgstr. 1–3, 90403 Nürnberg | veranstaltet von der Evangelischen Stadtakademie Nürnberg

/ Mi, 14.10.2026, 19 Uhr: Buchhandlung Genniges, Hauptstr. 28, 91154 Roth | veranstaltet von dem Evangelischen Bildungswerk, der Katholischen Erwachsenenbildung, der VHS Roth, der Buchhandlung Genniges

 

 

Gewalt als Bild: Nachdenken über die Bilder des 7. Oktober

Ein besseres Verständnis über die zirkulierenden Bilder vom 7. Oktober verspricht Tobias Ebbrecht-Hartmanns Essay Gewalt als Bild, in dem er den grauenhaften Bildern und Videoaufnahmen von den Massakern der Hamas am 7. Oktober nachgeht. Er arbeitet heraus, dass es neben der Dokumentation physischer Gewalt auch um die Ausübung symbolischer Gewalt geht, und untersucht den Zusammenhang der Bilder mit der visuellen Erinnerung an die Shoah.

/ Mi, 07.10.2026, 19 Uhr: Begegnungsstätte Alte Synagoge, Genügsamkeitsstr., 42105 Wuppertal | bitte telefonisch oder per E-Mail anmelden (0202-5632843 oder info@alte-synagoge-wuppertal.de)

/ Di, 03.11.2026, 19 Uhr: Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus, Hinrichsenstr. 14, 04105 Leipzig

 

 

Postwendekinder

Im wiedervereinigten Deutschland aufgewachsen, setzt sich die nach 1989 geborene ostdeutsche Generation heute intensiv mit den politischen und sozialen Nachwirkungen der deutschen Teilung und mit dem kulturellen Erbe ihrer Eltern und Großeltern auseinander. 34 dieser Postwendekinder erheben in dem gleichnamigen, von Alma-Emilia Jahn, Marlene Mähler und Angelique Pershon herausgegebenen Band ihre Stimmen: In Essays, persönlichen Erzählungen, Gedichten, Illustrationen und Graffiti-Kunst hinterfragen die Autor*innen und Künstler*innen Zuschreibungen und gängige Klischees über Ostdeutschland und zeichnen ein differenziertes Bild ostdeutscher Gegenwart zwischen Bleiben und Weggehen, Kritik und Zugehörigkeit.

/ Fr, 09.10.2026, 19 Uhr: Stadtbibliothek Goslar, Saal Beroun / 1. OG, Am Museumsufer 2, 38640 Goslar | mit Alma-Emilia Jahn, Marie-Luise Eberhardt und Elisabeth Hecker | Eintritt: 10 € (Verkauf an der Abendkasse oder vorab via 05321-704493 oder stadtbibliothek@goslar.de)

 

  

Judenhass im Kunstbetrieb

Seit dem Massaker der Hamas ist der Antisemitismus weltweit enorm angestiegen, so auch in Deutschland. Antisemitisches Sprechen, Denken und Handeln äußern sich dabei lautstark ausgerechnet in sich als progressiv, links und weltoffen verstehenden Milieus des Kunst- und Kulturbetriebs. Die Reaktionen reichten von Schweigen bis zur Verkennung oder Verherrlichung der terroristischen Gewalt; sie sind insgesamt bis heute verstörend. In dem Essay-Band, hrsg. von Matthias Naumann, untersuchen Jakob Baier, Ole Frahm, Jonathan Guggenberger, Stella Leder, Matthias Naumann, Benno Plassmann, Alexander H. Schwan, Esther Slevogt, Dana von Suffrin und Lea Wohl von Haselberg die Geschehnisse nach dem 7. Oktober und ihre Folgen in Literatur, Bildender Kunst, Musik, Theater, Tanz, Film, Comic sowie in der Kulturpolitik. Die Ursachen und Äußerungsformen dieses Antisemitismus werden analysiert, Gegenpositionen beleuchtet und mögliche Konsequenzen diskutiert.

/ Mo, 12.10.2026, 19 Uhr: Buchhandlung zum Wetzstein, Salzstr. 31, 79098 Freiburg | Gespräch mit Matthias Naumann

/ Di, 03.11.2026, 19.30 Uhr: Universität zu Köln, Hauptgebäude, HS XXI, Albertus-Magnus-Platz, 50931 Köln | veranstaltet von Deutsch-Israelische Gesellschaft AG Köln, Bündnis gegen Antisemitismus - BgA Köln in Kooperation mit dem Martin-Buber-Institut für Judaistik an der Universität zu Köln

/ Do, 05.11.2026, 16 Uhr: Freie Universität Berlin, Institut für Theaterwissenschaft, Hörsaal, Grunewaldstr. 35, 12165 Berlin | Dancing Antisemitism: Judenhass in Theater und Tanz – Podiumsdiskussion mit: Esther Slevogt, Tina Turnheim, Matthias Naumann und Alexander H. Schwan | Moderation: Elisabeth Nehring

 

 

Antisemitismuskritik im Handgemenge

Was kann politische Bildungsarbeit gegen Antisemitismus der globalen antisemitischen Enthemmung infolge des 7. Oktober überhaupt entgegensetzen? In Antisemitismuskritik im Handgemenge. Beiträge zur politischen Bildung zeigt Tom Uhlig, warum politische Bildungsarbeit daran gegenwärtig immer wieder scheitert. Indem er verschiedene Themen und Debatten rund um Verschwörungsideologien, Israelhass, die Neue Rechte, christlichen Antijudaismus, die Documenta, Lisa Eckhart und Erinnerungspolitik in der DDR nachzeichnet, zeigt er die Widersprüche, Aporien und Herausforderungen von politischer Bildung auf.

In der Veranstaltung wird Tom Uhlig am Beispiel von Antisemitismus in der Linken darüber sprechen, welche Möglichkeiten und Grenzen politische Bildungsarbeit gegen Antisemitismus hat.

/ Di, 20.10.2026, 19 Uhr: Deutscher Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Otto-Weiß-Straße 2, 61231 Bad Nauheim | bitte für die Teilnahme vor Ort anmelden | Livestream möglich

 

 

Kinder des Schattens

Seit der Gründung Israels 1948 haben sich israelische Dramatiker*innen immer wieder mit Erinnerung, Trauma und den Folgen der Shoah auseinandergesetzt – in ganz unterschiedlichen Formen und Perspektiven, die zugleich Ausdruck mehrerer Generationenwechsel sind. Die zweibändige Anthologie Kinder des Schattens, hrsg. von Matthias Naumann, eröffnet erstmals umfassend einem deutschsprachigen Publikum einen Zugang dazu: 15 aus dem Hebräischen übersetzte Stücke, darunter zahlreiche Erstübersetzungen, führen von den 1950er Jahren bis in die Gegenwart. Mit Texten von Autor*innen wie Lea Goldberg, Jehuda Amichai, Hanoch Levin und Joshua Sobol gibt die Anthologie so einen tiefen Einblick in die Wandlungsprozesse der israelischen Gesellschaft und ihrer Erinnerungskultur.

/ Mo, 09.11.2026, 19 Uhr: Celler Synagoge, Im Kreise 24, 29221 Celle | mit Matthias Naumann | veranstaltet von der Jüdischen Gemeinde Celle e.V. in in Kooperation mit dem Projekt Gesellschaftliche Perspektiven gegen Antisemitismus, der vhs Celle und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V.

/ Sa, 12.12.2026, 20 Uhr: Theaterhaus G7, G7 4b, 68159 Mannheim | Buchvorstellung mit Matthias Naumann sowie szenische Lesung des Stücks Pfeifen von Jacob Buchan/Hadar Galron