Judenhass im Kunstbetrieb

Judenhass im Kunstbetrieb

Judenhass im Kunstbetrieb

  • Reaktionen nach dem 7. Oktober 2023

  • Matthias Naumann (Hrsg.)

  • Relationen. Essays zur Gegenwart, Bd. 19
  • Softcover, 13 x 19,8 cm, 200 Seiten
    Erscheinungsdatum: 30.09.2024
    978-3-95808-452-0
    18,00 € *

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    Dieser Artikel erscheint am 30. September 2024

    • 9783958084520
    • Relationen. Essays zur Gegenwart
    • Bd. 19
  • Die Reihe Relationen wird herausgegeben von David Jünger und Sebastian Voigt.

     

  • Auch als E-Book erhältlich.
  • Das Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 hat zu einem erschreckenden Aufflammen des... mehr

    Als progressiv getarnter Antisemitismus in Kunst und Kultur

    Das Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 hat zu einem erschreckenden Aufflammen des Antisemitismus in einem globalen Maßstab geführt, so auch in Deutschland. Dabei tritt dieser insbesondere in sich als progressiv, links und weltoffen verstehenden Milieus des Kunst- und Kulturbetriebs sowie an den Universitäten städtischer Metropolen lautstark in Erscheinung. Bereits zuvor bestehende Spaltungen wurden vertieft oder taten sich neu auf, so dass der Kunst- und Kulturbetrieb seit dem 7. Oktober unheilbar zerrissen wirkt. Während die Relevanz einer künstlerischen Äußerung häufig nur noch im Verhältnis zu einer Positionierung zum Israel-Palästina-Konflikt bemessen zu werden scheint, zeigt sich in den (Nicht-)Äußerungen einzelner Künstler*innen sowie von Institutionen zugleich ein großer Mangel an Empathie bis hin zu einer Verherrlichung terroristischer Gewalt.

    Die Reaktionen in den verschiedenen Bereichen der Kunst und des Kulturbetriebs sind bis heute verstörend. Der Judenhass der Terrororganisation Hamas wird mit Verweis auf eine vermeintlich progressive postkoloniale Perspektive verklärt. Israel wird als kolonialer Siedlerstaat verunglimpft, der Vorwurf der Apartheid und des Genozids an den Palästinenser*innen in aggressiver Weise artikuliert und beliebige israelische Bürger*innen sowie Jüdinnen und Juden werden in Kollektivhaftung genommen.

    Im Band werden die Ursachen und Äußerungsformen dieses Antisemitismus untersucht, Gegenpositionen beleuchtet und mögliche Konsequenzen diskutiert. Der Band geht davon aus, dass die Reaktionen auf den 7. Oktober in den einzelnen Kunstfeldern unterschiedlich ausgefallen und daher differenziert zu betrachten sind. Renommierte Wissenschaftler*innen und Journalist*innen nehmen deshalb jeweils einen, ihnen vertrauten Bereich des Kunstbetriebs genauer in den Blick und untersuchen, was in Theater, Tanz, Film, Bildender Kunst, Literatur, Musik, Comic sowie in der Kulturpolitik nach dem 7. Oktober geschehen ist bzw. daraus folgen könnte oder sollte.

    Mit Beiträgen von Jakob Baier, Ole Frahm, Jonathan Guggenberger, Stella Leder, Alexander... mehr

    Mit Beiträgen von Jakob Baier, Ole Frahm, Jonathan Guggenberger, Stella Leder, Alexander Schwan, Esther Slevogt, Dana von Suffrin und Lea Wohl von Haselberg.