Tiere und/als Medien

Tiere und/als Medien

Tiere und/als Medien

Jessica Ullrich / Stefan Rieger (Hrsg.)

  • Tierstudien, 18/2020
  • Softcover, 13,5 x 21 cm, 170 Seiten
    Erscheinungsdatum: 31.10.2020
    978-3-95808-315-8
    14,00 € *

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    Dieser Artikel erscheint am 31. Oktober 2020

    • 9783958083158
    • Tierstudien
    • 18/2020
  • Tierstudien erscheint halbjährlich im Frühjahr und Herbst.

    ISSN: 2193-8504

    Einzelheft bis Nr. 14: 12 €, ab Nr. 15: 14 €
    Jahresabo: 22 €
    Förderabo: 36 €

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  • In den letzten Jahren werden – u.a. angestoßen durch transhumanistische Diskurse und... mehr

    Tierliche Mediennutzung

    In den letzten Jahren werden – u.a. angestoßen durch transhumanistische Diskurse und einschlägige Publikationen wie Insect Media (Jussi Parikka) oder Das Internet der Tiere (Alexander Pschera) – Tiere und Medien zunehmend auf produktive Weise zusammengedacht. Tiere sind dabei nicht auf die Rolle eines kulturwissenschaftlich beschreibbaren Motivs beschränkt, sondern sie treten in vielfältiger Weise als Mediennutzer in Erscheinung – etwa in der Animal Computer Interaction, die sich zunehmend als eigene Disziplin gegenüber der Human Computer Interaction positioniert. Medien schaffen eine neue Form der Verbindung zu Tieren und können teilweise sogar für die Tiere selbst von Nutzen sein.

    In dieser Ausgabe von Tierstudien wird deshalb der Animal Turn in den Medienwissenschaften beleuchtet und an konkreten Fallbeispielen aus anderen Fachgebieten gezeigt, auf welche Weise und zu welchem Zweck Tiere als Medien bzw. (Ver-)Mittler fungieren oder eingesetzt werden (können). Beiträger*innen u.a. aus der Philosophie, Geschichtswissenschaft, Literatur- und Kulturwissenschaft, aber auch aus Design, Kunst und Computertechnologie analysieren, wie Tiere im Umgang oder im Verbund mit Medien eine spezifische Agency entfalten und welche Rolle diese Agency für gängige Differenzziehungen zwischen den Arten spielt.

    Wenn Tieren, Menschen und Technik untrennbar miteinander gekoppelt werden, verändert sich nicht nur das Verständnis von Sozialität und Agency, sondern auch die Dominanz des Anthropozentrismus erfährt durch den Blick auf die technisch-mediale Verfasstheit von Tieren und ihr Eingebundensein in sozio-technische Assemblagen eine Einschränkung.

    Das Tier als Medium und Obsession Das Tier als Medium und Obsession Zur Politik des Wissens von Mensch und Tier um 1900
    Um 1900 gerät das Mensch-Tier-Verhältnis in den Sog evolutionistischer, esoterischer und poetischer Diskurse. Im Grenzbereich von menschlichem und nicht-menschlichem Leben formieren sich wirkmächtige Ideologien und Mythen, die das...
    318 Seiten, Softcover – 24,00 € *