Ozean

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Ozean

  • Tierstudien 23/2023
  • Jessica Ullrich (Hrsg.)

    Softcover, 13,5 x 21 cm, 170 Seiten
    Erscheinungsdatum: 30.04.2023
    978-3-95808-415-5
    16,00 € *

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    Dieser Artikel erscheint am 30. April 2023

    • 9783958084155
  • Tierstudien erscheint halbjährlich im Frühjahr und Herbst.

    ISSN: 2193-8504

    Einzelheft bis Nr. 14: 12 €, ab Nr. 15: 14 €, ab Nr. 23: 16 €
    Jahresabo: 25 €
    Förderabo: 36 €

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  • Auch als E-Book erhältlich.
  • Der blaue Planet müsste eigentlich ‚Wasser‘ heißen und nicht ‚Erde‘, ist er doch zu zwei... mehr

    Planet Ozean – für tiersensible Blue Humanities

    Der blaue Planet müsste eigentlich ‚Wasser‘ heißen und nicht ‚Erde‘, ist er doch zu zwei Dritteln von diesem Element bedeckt. Zudem beinhaltet der ozeanische Raum etwa 90 % des gesamten Biosphärenvolumens. So hat Steve Mentz kürzlich gefordert, die derzeitige Epoche nicht mehr Anthropozän, sondern wahlweise „Okeanocene“, „Aquacene“, „Thalassocene“ oder einfach „Ozean“ zu nennen. ‚Ozean‘ würde demnach sowohl den gegenwärtigen planetarischen Ort als auch die gegenwärtige planetarische Zeit bezeichnen.

    In der Wissenschaftslandschaft bilden sich seit einigen Jahren die Blue Humanities heraus – in akademischen Spielarten Critical Ocean Studies, Hydro-Criticism, Tidalectics oder Hydrofeminism –, die als neue, interdisziplinäre Forschungsrichtungen die Weltmeere in den Blick nehmen. Das geschieht allerdings meist ohne in spezifischer Weise die maritimen Tiere zu betrachten.

    Dabei liegt im Wasser nicht nur der Ursprung des tierlichen Lebens, sondern es wimmelt in jedem Tropfen Meerwasser nur so von animalen Entitäten und Potenzialitäten. Ozeane sind daher immer sympoietische Ökosysteme für tierliche und nicht-tierliche Ko-Existenzen und Ko-Kreationen und können weder auf ihre Funktionen als Klimastabilisatoren, CO2-Lager, Sauerstoff- und Nahrungsmittelproduzenten noch als Bühne für rein menschliche Dramen von beispielsweise Schiffbruch, imperialer Eroberung und weltumspannendem Handel reduziert werden.

    Diese Ausgabe von Tierstudien ist deshalb ganz den Wassertieren gewidmet und stellt einen ersten Versuch tiersensibler Blue Humanities dar. Im Mittelpunkt der Beiträge stehen Wale, Haie, Fische, Oktopoden, Korallen, Quallen und andere aquatische Tiere, denen der Ozean Lebensraum ist.