Surf durch undefiniertes Gelände

Surf durch undefiniertes Gelände

Surf durch undefiniertes Gelände

  • Internationale queere Dramatik
  • Charlotte Bomy / Lisa Wegener (Hrsg.)

  • Drama Panorama – Neue internationale Theatertexte, Bd. 4
  • Softcover, 13,5 x 21 cm, 422 Seiten, 593 g
    Mit 9 Farbabbildungen
    Erscheinungsdatum: 30.03.2022
    978-3-95808-329-5
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    • 9783958083295
    • Drama Panorama – Neue internationale Theatertexte
    • Bd. 4
  • Die Reihe Drama Panorama – Neue internationale Theatertexte wird herausgegeben von Drama Panorama: Forum für Übersetzung und Theater e.V.

  • Auch als E-Book erhältlich.
  • Die Anthologie versammelt Theatertexte, die neue Narrative von Geschlecht und Identität wagen.... mehr

    Alternative Positionen aus queerer Perspektive

    Die Anthologie versammelt Theatertexte, die neue Narrative von Geschlecht und Identität wagen. Die Stückauswahl bildet den Versuch eines Querschnitts durch das bestehende Korpus zeitgenössischer Bühnentexte, die Alternativen jenseits der heterosexuellen Norm finden und nicht-binäre Realitäten greifbar machen.

    Marine Bachelot Nguyen beschreibt in Schatten und Lippen die Verwirklichung privater und politischer Wünsche vietnamesischer LGBTI*s vor dem Hintergrund postkolonialer Dynamiken. Dany Boudreaults hybrider, im Grenzbereich von Drama und Poesie angesiedelter Text Wir sind schön, für hässliche Leute widmet sich Fragen nach der Geschlechtsidentität, dem Außenblick und der Selbstakzeptanz. Am Tag nach dem Tag, an dem niemand starb von Ebru Nihan Celkan ist der performative Monolog einer trans* Frau aus der Istanbuler Sexarbeiter*innen-Community. Olga Dimitrijević präsentiert mit Mein Du ein Dialogstück über lesbische Liebe und Trauer im Alter, untermalt von dem Sound jugoslawischer Schlager.

    Marie Henrys experimentelle Arbeit, das titelgebende Stück Surf durch undefiniertes Gelände, skizziert die Reaktionen einer Familie auf das genderfluide Kind, und Raphael Amahl Khouri erzählt in She He Me Lebensgeschichten von trans* Menschen und Homosexuellen in der arabischen Welt. Milja Sarkolas Bühne des Begehrens verhandelt weibliches Begehren im Umfeld des heterosexistisch geprägten Theaterbetriebs. In Jen Silvermans gnadenloser Persiflage Collective Rage. Ein Stück in fünf Bettys treten fünf weiße und nicht-weiße, privilegierte und weniger privilegierte Bettys mit ihrer „Quelle der Kraft“ in Verbindung. In Magne van den Bergs Stück für junges Publikum Gender liefern sich zwei Jugendliche einen Schlagabtausch über nervige Geschlechterrollenklischees.

    Neun Texte aus neun Ländern, neun Positionen mit unterschiedlichen Anliegen und Zugriffen: Ob als Dokufiktion, Jugendstück, Liebeslied oder Trashkamelle, diese neun Autor*innen erzählen ihre Geschichten über Verlust und Scham, Solidarität und Kampf, Zukunftsvision und Lebenslust so eindringlich, tragisch und optimistisch, dass sie auf deutschsprachigen Bühnen nicht fehlen dürfen.

    > Pressemappe & Leseprobe
    > Stückbeschreibungen

     

    Veranstaltungen

    > 18.06.2022, 19 Uhr: Gesprächsrunde Queeres Theater mit den Herausgeber*innen Jenny Schrödl, Eike Wittrock (Theater* in queerem Alltag und Aktivismus der 1970er und 1980er Jahre) und Lisa Wegener, Charlotte Bomy beim Neofelis Verlagsfest (Moderation: Matthias Naumann).
    Im Anschluss (ab 20.15 Uhr): Vorstellung der Reihe Drama Panorama – Neue internationale Theatertexte und Lesung aus Stücken der bisher erschienenen Bände mit Henning Bochert, Charlotte Bomy, Lisa Wegener und Matthias Naumann vom Übersetzer*innennetzwerk Drama Panorama – Forum für Übersetzung und Theater e.V.
    Kuglerstr. 59, 10439 Berlin-Prenzlauer Berg.

    > 08.06.2022, 19 Uhr: Queer in Translation – Buchpremiere mit szenischer Lesung und Gespräch mit den Herausgeberinnen Charlotte Bomy und Lisa Wegener, den Autorinnen Milja Sarkola und Magne van den Berg sowie ihren Übersetzerinnen Katja von der Ropp und Alexandra Schmiedebach.
    Literarisches Colloquium Berlin, Am Sandwerder 5, 14109 Berlin.

    > 06.11.2021, 16.30 Uhr: Szenische Lesung von Surf durch undefiniertes Gelände (Marie Henry), eingerichtet und gespielt vom Autor*innen- und Schauspieler*innen-Kollektiv La CoLec im Centre Français Berlin und anschließende Podiumsdiskussion mit Marie Henry und Lisa Wegener.

    > 19.06.2021, 17 u. 18 Uhr: Podiumsgespräch mit Marine Bachelot Nguyen, Jayrôme Robinet und Lisa Wegener (Moderation: Aidan Riebensahm) und Lesung aus „Schatten und Lippen“ durch Marine Bachelot Nguyen Bachelot und André Hansen im Rahmen von „Pugs in Love – Queer Week“ am Maxim Gorki Theater Berlin.

    > 29.11.2019, 19.30 Uhr: Werkstatt, Lesung und Gespräch im Literarischen Colloquium Berlin in Anwesenheit der Autor*innen Olga Dimitrijević und Raphael Khouri sowie Paul Spittler und Blažena Radas u.a.

    Mit den Theaterstücken Marine Bachelot Nguyen: Schatten und Lippen (Frankreich,... mehr

    Mit den Theaterstücken
    Marine Bachelot Nguyen: Schatten und Lippen (Frankreich, Übersetzung: André Hansen)
    Dany Boudreault: Wir sind schön, für hässliche Leute (Kanada, Übersetzung: Wolfram Höll)
    Ebru Nihan Celkan: Der Tag nach dem Tag, an dem niemand starb (Türkei, Übersetzung: Oliver Kontny)
    Olga Dimitrijević: Mein Du (Serbien, Übersetzung: Blažena Radas)
    Marie Henry: Surf durch undefiniertes Gelände (Belgien, Übersetzung: Lisa Wegener)
    Raphael Amahl Khouri: She He Me (Jordanien, Übersetzung: Paul Spittler)
    Milja Sarkola: Bühne des Begehrens (Finnland, Übersetzung: Katja von der Ropp)
    Jen Silverman: Collective Rage. Ein Stück in fünf Bettys (USA, Übersetzung: Barbara Christ)
    Magne van den Berg: Gender (Niederlande, Übersetzung: Eva M. Pieper und Alexandra Schmiedebach)

    > Besprechung von Anna Opel in nachtkritik.de , 29.09.2021 > Rezension von Marvin... mehr

    > Besprechung von Anna Opel in nachtkritik.de, 29.09.2021

    > Rezension von Marvin Wittiber in queer.de, 22.05.2022

    > Rezension von Luise Würth in Plateforme, 17.06.2022

     

    „Tatsächlich verspricht der Titel des Buchs nicht zu viel, der Band hat mich auf eine Reise durch ein weites Feld mitgenommen, auf der ich mehr erfahren habe über die verschiedenen Arten des Begehrens, über den Umgang damit in unterschiedlichen Teilen der Welt und nicht zuletzt ganz vielfältige Zugänge zum Schreiben für das Theater.“

    > Rezension von Andreas Falentin in Die deutsche Bühne, 08.09.2022