Ästhetische Transformationen der Gesellschaft

Ästhetische Transformationen der Gesellschaft

Ästhetische Transformationen der Gesellschaft

  • Von Hiob zu Patti Smith
  • Wolfgang Johann

  • Relationen. Essays zur Gegenwart, Bd. 14
  • Softcover, 12 x 19 cm,
    Erscheinungsdatum: 31.05.2020
    978-3-95808-257-1
    12,00 € *

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    Dieser Artikel erscheint am 31. Mai 2020

    • 9783958082571
    • Relationen. Essays zur Gegenwart
    • Bd. 14
  • Die Reihe Relationen wird herausgegeben von David JüngerJessica Nitsche und Sebastian Voigt.

  • Eine zentrale These dieses Bandes geht davon aus, dass Freiheit erst im Bewusstsein ihrer... mehr

    Eine Suche nach der verlorenen Freiheit in Kunst und Literatur

    Eine zentrale These dieses Bandes geht davon aus, dass Freiheit erst im Bewusstsein ihrer Abwesenheit beobachtbar wird und Kunstwerke dieses Beobachten ermöglichen –, darin kann sie erkannt werden als ein niemals abgeschlossener oder abzuschließender Prozess. So verstanden ist Freiheit flüchtig, Kunstwerke markieren den Verlust und fragen nach dem Verhältnis zwischen dem Individuum und der jeweiligen Gesellschaft.

    Haben Kunstwerke vor dem Hintergrund aktueller Ereignisse die Kraft, die Welt zu verändern? Was kann Kunst, was kann die Literatur leisten? Kunst ist ohnmächtig, aber, so der an Theodor W. Adorno und Paul Celan anschließende Ansatz, sie entfaltet transformatorisches Potenzial in der Auseinandersetzung mit ihr und macht dadurch gesellschaftliche Formationen beobachtbar. In 14 Einzelbeobachtungen zu Kunstwerken der christlich-jüdischen Tradition begibt sich der Band auf die Suche nach der verlorenen Freiheit des Individuums – nach deren Licht, das sich in den ‚Splittern‘, den Kunstwerken im Benjamin’schen Sinne, dort spiegelt, wo ihre Abwesenheit ins Bewusstsein rückt.

    Das Spektrum der Essays reicht dabei von den Mythopoetiken der Bibel und deren Reflexion im 20. Jahrhundert über Franz Kafka, Frida Kahlo und Barnett Newman bis hin zur Popkultur von Patti Smith. Betrachtungen zu den ‚68ern‘, Georg Büchner, Hanna Diyab – einem der Erzähler von Tausend und einer Nacht – und weiteren werden auf die gegenwärtige Situation Deutschlands und Europas in Zeiten von Re-Nationalisierung und Rechtspopulismus bezogen. Kunstwerke sind soziale Tatsachen und als solche auch Resultat eines Aushandlungsprozesses zwischen individuell Einzelnem und gesellschaftlichem Ganzen. Was können sie uns also über uns selbst und die verlorene Freiheit erzählen?