Bühnen der Altermundialität

Bühnen der Altermundialität

Bühnen der Altermundialität

  • Vom Bild der Welt zur räumlichen Theaterpraxis
  • Leon Gabriel

    Softcover, 15 x 21 cm, 400 Seiten
    Erscheinungsdatum: 31.03.2021
    978-3-95808-328-8
    41,00 € *

    inkl. MwSt.
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    Dieser Artikel erscheint am 31. März 2021

    • 9783958083288
  • Auch als E-Book erhältlich.

  • Mit dem 20. Jahrhundert ist die Idee der Welt als einer Einheit, die ‚dem‘ Menschen bildhaft... mehr

    Szenische Konstellationen nach dem Ende der Welt

    Mit dem 20. Jahrhundert ist die Idee der Welt als einer Einheit, die ‚dem‘ Menschen bildhaft ansichtig werden könnte, ins Wanken geraten und im beginnenden 21. Jahrhundert in eine Krise gerutscht. Scheinbar paradoxerweise geht dies mit der Globalisierung und zunehmenden Vereinheitlichung globaler Zusammenhänge einher. Das hat auch Auswirkungen auf szenische Künste, ihre Darstellungsweisen und ihren politischen Anspruch.

    Bereits die Annahme, dass Erfahrungen zu einem Bild der Welt zusammengefasst werden können, das dann als Welt als solche aufgefasst werden kann, ging mit der Konstruktion neuzeitlicher Schauanlagen einher. Im Gegensatz zur Rede vom „Welttheater“ – d. h. dem Theater als Ort eines weltweiten Kanons wie auch der Bühne als Spiegel der Welt – verlangen insbesondere szenische Arbeiten der letzten zehn Jahre, anders über die Welt und die Bühne nachzudenken.

    Bühnen der Altermundialität untersucht diese Verschiebung von bildhafter Darstellung hin zu räumlichen Praktiken im Zeichen des Globalen sowie die damit verbundenen Fragen: Wie wird diese Vor- und Darstellung der Welt als Einheit erzeugt, durchbrochen, verändert? Was findet in der vereinheitlichenden Annahme keinen Platz? Wie findet dieses Ausgeschlossene mit seinen je spezifischen Ansprüchen ebenso Raum? Welche anderen Weltzugänge und -verhältnisse entgehen uns und wie können diese erfahrbar werden? Wie ließe sich ein Gemeinsames, Geteiltes dennoch zeigen, ohne falsche Rückschlüsse zu einem fixen Bild und allgemeingültigen Behauptungen zu summieren?

    Anhand von detaillierten Studien herausragender exemplarischer Inszenierungen (von Antonia Baehr, Romeo Castellucci, Kate McIntosh, Rimini Protokoll, Walid Raad und Tino Sehgal) im Dialog mit philosophischen Positionen wird sowohl ein Denken der Vielheit an Welt(en) entwickelt als auch das Potenzial gegenwärtiger szenischer Künste aufgezeigt. Denn Bühnen stehen nicht als Bild der Welt vor uns, sondern gehen uns als plurale und veränderliche Welten anders an: als Berührung, Affizierung, Verhandlung über das Bezugnehmen selbst.

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