Nachhalle

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Nachhalle

Micha Brumlik / Marina Chernivsky / Max Czollek / Hannah Peaceman / Anna Schapiro / Lea Wohl von Haselberg (Hrsg.)

  • Jalta. Positionen zur jüdischen Gegenwart, Bd. 8
  • Softcover, 13,5 x 18 cm, 180 Seiten
    Erscheinungsdatum: 28.02.2023
    978-3-95808-354-7
    16,00 € *

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    Dieser Artikel erscheint am 28. Februar 2023

    • 9783958083547
    • Jalta. Positionen zur jüdischen Gegenwart
    • Bd. 8
  • Jalta. Positionen zur jüdischen Gegenwart erschien bis Heft Nr. 7 (April 2020) als halbjährliche Zeitschrift (ISSN: 2510-3725) und setzt sich seit Ausgabe Nr. 8 (2022) als Buchreihe fort.

  • Auch als E-Book erhältlich.
  • Nach einer Pause kehrt Jalta in neuem Format zurück – als Buchreihe mit dem Band Nachhalle .... mehr

    „Ich habe meine Kraft durch Euch gesammelt“ (İsmet Tekin)

    Nach einer Pause kehrt Jalta in neuem Format zurück – als Buchreihe mit dem Band Nachhalle. Die extrem traumatischen Einschnitte, die die Anschläge in Halle 2019 und Hanau 2020 bedeuten, ihre weitreichenden Folgen für die Betroffenen und Angehörigen, die fortwährende Gewaltbereitschaft und die sich verdichtende Stimmung in der Corona-Pandemie waren Anlass für uns, uns mit der Geschichte und Wirkung rechter und antisemitischer Gewalt zu beschäftigen.

    Seit Jahrzehnten zeigt sich in Deutschland die kollektive Unfähigkeit, die Kontinuität und Gegenwärtigkeit rechter Ideologien wahrzunehmen und dagegen zu handeln. Eine psychologisierende Medienberichterstattung, die Verharmlosung von Antisemitismus, Rassismus und Misogynie sowie das Beharren auf der These der „Einzeltaten“ prägen den gesellschaftspolitischen Umgang.

    In Nachhalle fragen wir danach, wie tief diese Gewaltverhältnisse in Deutschland verankert sind, wie sie wirken und was wir ihnen entgegensetzen können. Wie kann ein Wandel hin zu der gesellschaftlichen Einsicht gelingen, dass die Bedrohung für bestimmte Gruppen und Minderheiten sowohl historisch als auch aktuell alltäglich ist und Biografien sowie Lebensentwürfe vieler Menschen überschattet? Auch und vor allem steht damit die Frage im Zentrum, welche gesellschaftlichen Bündnisse und welche Solidarität aus diesen erdrückenden Verhältnissen entstanden sind und wo wir weitere Bedarfe an wirkungsmächtigen Allianzen sehen.

    Nachhalle versammelt unterschiedliche Perspektiven auf den Anschlag in Halle, auf den Prozess und auf die daraus entstandenen Beziehungsnetze. Es geht um die verheerenden Folgen, die rechte, antisemitische, misogyne Gewalt hat und wie sie Menschen ihres Rechts auf physische, psychische und soziale Unversehrtheit beraubt. Zugleich zeigen die Autor*innen, dass diejenigen, die sich der rechten Gewalt entgegenstellen, zusammenfinden. Wir erklären uns solidarisch mit allen Überlebenden und Angehörigen der Anschläge in Halle und Hanau wie auch mit allen Überlebenden und Angehörigen anderer rechter Gewalttaten.

    Mit Beiträgen von Rebecca Blady, Miriam Burzlaff, Marina Chernivsky, Talya Feldman, Naomi... mehr

    Mit Beiträgen von Rebecca Blady, Miriam Burzlaff, Marina Chernivsky, Talya Feldman, Naomi Henkel-Guembel, Heike Kleffner, Darja Klingenberg, Friederike Lorenz-Sinai, Frederek Musall, Hannah Peaceman, Massimo Perinelli, Anna Schapiro, Rachel Spicker, Romina Wiegemann, Ezra Waxman und anderen.