Betroffenheit

Betroffenheit

Betroffenheit

  • Praktiken der (Selbst-)Politisierung in Kunst und audiovisueller Kultur

  • Barbara Paul / Andrea Seier (Hrsg.)

    Softcover, 15 x 21 cm, 210 Seiten
    Mit 21 Farb- u. 6 S/W-Abbildungen
    Erscheinungsdatum: 30.04.2024
    978-3-95808-433-9
    19,00 € *

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    Dieser Artikel erscheint am 30. April 2024

    • 9783958084339
  • Auch als E-Book erhältlich.
  • Betroffenheit fragt nach den Möglichkeiten eines produktiven Umgangs mit einem aktuell... mehr

    Betroffenheit verteidigen?

    Betroffenheit fragt nach den Möglichkeiten eines produktiven Umgangs mit einem aktuell kontrovers diskutierten Begriff: Ausgehend von einer facettenreichen Begriffsgeschichte – zwischen Justiz, Verwaltung, Aktivismus, Selbsthilfe und Alltagskultur – erkundet der Sammelband ganz konkret den Umgang mit Betroffenheit, deren Bedingungen und emanzipatorisches wie empowerndes Potenzial. In Kunst und audiovisueller Kultur haben Praktiken der (Selbst-)Politisierung eine lange Tradition, vor deren Hintergrund Betroffenheit in exemplarischen Einzelstudien auf ihre mediale Performativität, ihre audiovisuelle Repräsentation und ihre diskursiven Auf-, Ab- und Umwertungen hin untersucht wird.

    Die Vorstellung einer unmittelbar gegebenen Betroffenheit wird in diesen Studien zurückgewiesen. Stattdessen geraten Auseinandersetzungen mit Betroffenheit(en) als eine spezifische Form eines verkörperten, gefühlten und diskursiven Wissens in den Blick, das die individuelle Erfahrung immer schon an ihre sozio-kulturellen Gefüge anbindet. Praktiken der (Selbst-)Politisierung in Kunst und audiovisueller Kultur reflektieren und kommentieren diese mikropolitischen Gefüge. Auf diese Weise können die negativen Konnotationen von Betroffenheit hinterfragt und ihr politisches Potenzial ausgelotet werden. Die Perspektive eines Betroffen-Werdens spielt in den ästhetisch-medialen Argumentationen und deren wissenschaftlichen Reflexionen eine ebenso wichtige Rolle wie eine mit Betroffenheit verflochtene Konzeptualisierung von Erfahrung, Verletzbarkeit und Scham.

    Die intersektional angelegten Analysen fokussieren vor allem Geschlecht, Sexualität und Begehren sowie race, Klasse und sozio-kulturelle Herkünfte insgesamt. Die Untersuchungsgegenstände reichen vom feministischen Künstlerinnenbuch aus den 1970er Jahren und Queer-Punk-Produktionen der 1990er Jahre über Aufmerksamkeitsökonomien im Kontext von MeToo-Debatten hin zu autoethnografischen Arbeiten von Didier Eribon und Paul B. Preciado. Das übergeordnete Interesse gilt wissenschaftskritischen Überlegungen zu Selbstpositionierung und Un_Sichtbarkeit, Ambiguität und Betroffenheit.

    Mit Beiträgen von Atlanta Ina Beyer, Christina Ernst, Louise Haitz, Leonie Kapfer, Oliver... mehr

    Mit Beiträgen von Atlanta Ina Beyer, Christina Ernst, Louise Haitz, Leonie Kapfer, Oliver Klaassen, Renata Kutinka, Rena Onat, Barbara Paul, Lena Radtke, Stefan Schweigler und Andrea Seier.

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    Affektive Dynamiken der Gegenwart
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