De-Koloniale Tiere

De-Koloniale Tiere

De-Koloniale Tiere

  • Tierstudien 29

  • Jessica Ullrich (Hrsg.)

    Softcover, 13,5 x 21 cm, 174 Seiten, 263 g
    Mit 37 Farbabbildungen
    Erscheinungsdatum: 12.05.2026
    978-3-95808-520-6
    18,00 € *

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    • 9783958085206
  • Tierstudien erscheint halbjährlich im Frühjahr und Herbst.

    ISSN: 2193-8504

    Je Band (ab 2026): 18 €
    Jahresabo: 28 €
    Förderabo: 40 €

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  • Auch als E-Book erhältlich.
  • Tiere spielen eine zentrale Rolle in der Geschichte des Kolonialismus, sowohl in der... mehr

    Tiere im Spannungsfeld kolonialer Macht und dekolonialer Perspektiven

    Tiere spielen eine zentrale Rolle in der Geschichte des Kolonialismus, sowohl in der historischen Aneignung fremder Gebiete, in Methoden kolonialer Erschließung und Ausbeutung als auch im Export kolonialer ‚Güter‘ in die europäischen Staaten und in der dortigen Darstellung der Kolonialgebiete. Sie tauchen in Reise- und Jagdberichten, Fotografien, Spielfilmen und nicht zuletzt in Zoos auf. Zugleich sind im Zuge des Kolonialismus auch Tiere auf eine vorher nicht gekannte Weise global mobil geworden und in Gegenden gebracht worden oder selbst eingewandert, die ihren ursprünglichen Verbreitungsgebieten fern lagen. Das hat nicht nur zu einer Veränderung der lokalen Fauna geführt, sondern auch zu veränderten sozialen und kulturellen Strukturen in Kolonialgebieten, zu veränderten Mensch-Tier-Verhältnissen.

    Dieser Tierstudien-Band versammelt mit Kaninchen, Giraffen, Straßenhunden, Papageien, Walen, Jaguaren, Bisons, Schlangen, Pferden, Tigern und fantastischen Mischwesen eine vielgestaltige Kartografie tierlicher Präsenz im Kontext kolonialer, neokolonialer und dekolonialer Machtverhältnisse. Die Beiträge zeigen Tiere als Jagdtrophäen, modische Luxusartikel, Rohstoffe, Archiv- und Wissensobjekte sowie Projektionsflächen, aber auch als widerständige Akteur*innen, die koloniale Ordnungen irritieren und durchkreuzen. Die Texte fragen, wie Tiere in kolonialen Kontexten genutzt, verschleppt, klassifiziert und ausgebeutet wurden – und wie diese Logiken bis heute fortwirken. Zugleich untersuchen sie Spannungen dekolonialer Praxis: zwischen Fürsorge und Gewalt, zwischen indigenem Wissen und seiner Aneignung. So entsteht ein facettenreiches Panorama, das Tiere nicht nur als Opfer, sondern als zentrale Figuren (de-)kolonialer Geschichte sichtbar macht, und es werden – insbesondere durch die künstlerischen Positionen – neue Perspektiven auf ein mehr-als-menschliches Zusammenleben eröffnet.

    Mit Beiträgen von Nils Berliner / Sophie-Madlin Langner, Mona Marie Eilers, Kai Horsthemke,... mehr

    Mit Beiträgen von Nils Berliner / Sophie-Madlin Langner, Mona Marie Eilers, Kai Horsthemke, Helene Hundt, Dina Kagan, Susanne Karr, Anu Pande, Martin Pesch und Dafni Tokas.

    Mit künstlerischen Positionen von Denilson Baniwa, Juliana Huxtable und Adrian Stimson.