Paradox Blindheit

Paradox Blindheit

Paradox Blindheit

  • Inszenierungen des Sehverlusts in Literatur, Theater und bildender Kunst der Gegenwart
  • Astrid Hackel

    Softcover, 15 x 21 cm, 320 Seiten, 474 g
    Mit 16 S/W- u. farbigen Abbildungen
    Erscheinungsdatum: 21.08.2017
    978-3-95808-131-4
    28,00 € *

    inkl. MwSt.
    Auslandsbestellungen zzgl. Versandkosten

    Sofort versandfertig, Lieferzeit ca. 1–3 Werktage

    • 9783958081314
    Als populäres Sujet innerhalb der Künste markiert Blindheit keinen Gegensatz, sondern eine... mehr

    Blinde sehen

    Als populäres Sujet innerhalb der Künste markiert Blindheit keinen Gegensatz, sondern eine spezifische Ausprägung visueller Wahrnehmung. Vor dem Hintergrund der von den Visual Culture Studies, der Kunst-, Theater- und Kulturwissenschaft vorangetriebenen Beschäftigung mit Formen und Praktiken visueller Wahrnehmung, Sichtbarkeit und Repräsentation widmet sich Paradox Blindheit der grundsätzlichen Verschränkung von Konzepten des Sehens und der Blindheit.

    Der Band rückt mit dem Ziel, Bedeutungen und Funktionen von Blindheit in den Künsten näher zu bestimmen, eine Auswahl neuerer Arbeiten aus der Literatur, der Fotografie, dem Theater und der szenischen Installationskunst in den Fokus. Nachgewiesen wird, dass diese neueren, im Kontext des westlichen Denkens zu verortenden Auseinandersetzungen mit Blindheit keine Absage an das Paradigma der Visualität darstellen, sondern sich als produktiv für das Aushebeln und Aufbrechen verkürzter, ausgrenzender und normierender Praktiken visueller Wahrnehmung erweisen. Die Einbeziehung kulturhistorischer Deutungsmuster wie Blindheit als Strafe oder männliches Privileg ist dabei unabdingbar, dienen diese kulturellen Deutungsmuster doch bis in die Gegenwart als Matrix für vielschichtige und ambivalente Aushandlungen von Blindheit an der Schwelle zwischen konventionellen Kategorien des Sehens und Nichtsehens, des Wissens und Nichtwissens sowie des Materiellen und Immateriellen. Im Mittelpunkt stehen Arbeiten von Paul Brodowsky, Dea Loher, Sophie Calle, Jan Lauwers & Needcompany und Meg Stuart.