Das Christentum aus der Sicht des amerikanischen Judentums

Das Christentum aus der Sicht des amerikanischen Judentums

Das Christentum aus der Sicht des amerikanischen Judentums

  • Drei Perspektiven zu neuen Begegnungsformen zwischen Juden und Christen nach der Shoah
  • Ulrike Chanana

  • Jüdische Kulturgeschichte in der Moderne, Bd. 18
  • Softcover, 13,5 x 21 cm, 308 Seiten
    Erscheinungsdatum: 31.10.2018
    978-3-95808-226-7
    28,00 € *

    inkl. MwSt.
    Auslandsbestellungen zzgl. Versandkosten

    Dieser Artikel erscheint am 31. Oktober 2018

    • 9783958082267
    • Jüdische Kulturgeschichte in der Moderne
    • Bd. 18
  • Die Reihe Jüdische Kulturgeschichte in der Moderne wird herausgegeben von Joachim Schlör.

  • Der aus New York stammende, orthodoxe Rabbiner Irving Greenberg versteht unter dem Begriff... mehr

    US-amerikanische Perspektiven auf den jüdisch-christlichen Dialog

    Der aus New York stammende, orthodoxe Rabbiner Irving Greenberg versteht unter dem Begriff Pluralismus vor allem, dass Juden* und Christ*innen gemeinsam dazu aufgerufen sind, für die Würde jedes einzelnen Menschen einzutreten und so für die Vervollkommnung von Welt und Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen. Als einer der zentralen Protagonisten des jüdisch-christlichen Dialogs fordert er vor dem Hintergrund der Shoah, den ‚religiösen Anderen‘ anzuerkennen und sich von einem exklusiven Religionsverständnis zu distanzieren, das sich im alleinigen Besitz der Wahrheit wähnt.

    Nach 1945 sind gerade im amerikanischen Judentum solche fruchtbaren Ansätze neuer Begegnungsformen zwischen Juden* und Christ*innen entstanden. Neben Greenberg konzentriert sich Das Christentum aus der Sicht des amerikanischen Judentums auf Eliezer Berkovits, einen weiteren Denker des orthodoxen Judentums, und Eugene B. Borowitz, der maßgeblich die Gestalt des amerikanischen Reformjudentums nach 1945 prägte. Berkovits macht in seiner strikten Ablehnung eines jüdisch-christlichen Dialogs auf die Barrieren einer Annäherung aufmerksam, die angesichts der tiefen Traumatisierung der jüdischen Gemeinschaft durch die Shoah bestehen. Borowitz zeigt auf beeindruckende Weise, dass Konfrontationen nicht zwangsläufig in Konflikten münden müssen, sondern neue und gewinnbringende interreligiöse Begegnungen ausbilden können.

    Das Buch trägt nicht nur zur Erhellung des Verhältnisses zwischen Juden* und Christ*innen bei. Es gibt auch Aufschluss über die Motive, inhaltlichen Schwerpunkte und Strategien des jüdisch- christlichen Dialogs aus der Sicht des Judentums.